Wer schreibt hier eigentlich?

Mit Sohn 06/9 und Sohn 08/6 ist bei mir jeden Tag Muttertag! Und da gibt es immer viel Lustiges und Erfreuliches, aber auch manch Verwirrendes, Irritierendes, Ärgerliches oder gar Belastendes zu erleben.

Zunächst hatte ich daher versucht, Twitter als meine persönliche therapeutische Plattform zu etablieren, um alles jenseits meines Marketinglebens und meines kleinen Online-Shops zu verarbeiten. Aber die Begrenzung auf 140 Zeichen hat mich sehr schnell an meine Grenzen gebracht und den therapeutischen Erfolg des ganzen Unterfangens komplett in Frage gestellt (sowas kann sich auch nur ein Mann ausdenken – 140-Zeichen-Begrenzung #pffff). Denn das, was ich so Tag für Tag erlebe (Schule, Sportvereine, andere Kinder, andere Eltern etc.), entdecke (Apps, Bücher, Spiele, Ausflugsziele uvm.) oder wälze (feinmotorische Störungen, komische Fragen, Lernschwierigkeiten) braucht einfach etwas mehr Raum.

Von einem Kollegen – nennen wir ihn einfach mal TAM – bei einem meiner ersten Arbeitgeber habe ich noch vor der Jahrtausendwende eindrucksvoll und eindringlich lernen dürfen: Wenn man über etwas spricht (oder – schließlich bin ich eingebürgerter Schwabe – bruddelt), ist man selbst es los und kann ein Stück unbeschwerter durch den Tag – äh Muttertag – gehen. Und genau das will ich künftig tun: Das, was mich beschäftigt loswerden. Soll sich dann einfach ein anderer damit rumschlagen – zum Beispiel all die, denen ich damit sicher an der einen oder anderen Stelle auf die Füße treten werden. Denn Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen werden sich bei so einem Blogprojekt sicher nicht vermeiden lassen, sind also weder rein zufällig noch unbeabsichtigt. Allerdings muss man zur Pointierung eines Themas manchmal Dinge etwas zuspitzen. Also: Ball flach halten, um gleich mal in der Fußballsprache zu bleiben – schließlich wird das bei zwei Jungs immer mal wieder eine gewisse Rolle spielen.

Ach ja: Natürlich sind Kommentare willkommen. Aber ich behalte mir vor, mich als Hausherrin in diesem Blog aufzuspielen (wenigstens da!) und auch mal die rote Karte zu zücken.

So, immerhin haben wir nun schon mal geklärt, wer ich bin oder vorgebe zu sein. Und nun, tja was eigentlich jetzt? Vielleicht: Ludi incipiant!

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